Bava Kamma 6

Kapitel 6

א הַכּוֹנֵס צֹאן לַדִּיר, וְנָעַל בְּפָנֶיהָ כָּרָאוּי, וְיָצְאָה וְהִזִּיקָה, פָּטוּר. לֹא נָעַל בְּפָנֶיהָ כָּרָאוּי, וְיָצְאָה וְהִזִּיקָה, חַיָּב. נִפְרְצָה בַלַּיְלָה אוֹ שֶׁפְּרָצוּהָ לִסְטִים, וְיָצְאָה וְהִזִּיקָה, פָּטוּר. הוֹצִיאוּהָ לִסְטִים, לִסְטִים חַיָּבִים:
1 Wenn Jemand Kleinvieh in die Hürde hineinbringt und vor ihm, wie es sich gehört, zumacht, es aber dennoch herauskommt und Schaden anrichtet, so ist er frei. oder haben Räuber eingebrochen und es kommt heraus und schadet, so ist er frei. Haben es Räuber herausgebracht, so sind die Räuber schuldig.
ב הִנִּיחָהּ בַּחַמָּה, אוֹ שֶׁמְּסָרָהּ לְחֵרֵשׁ, שׁוֹטֶה וְקָטָן, וְיָצְאָה וְהִזִּיקָה, חַיָּב. מְסָרָהּ לְרוֹעֶה, נִכְנָס רוֹעֶה תַּחְתָּיו. נָפְלָה לְגִנָּה וְנֶהֱנֵית, מְשַׁלֶּמֶת מַה שֶּׁנֶּהֶנֵית. יָרְדָה כְדַרְכָּהּ וְהִזִּיקָה, מְשַׁלֶּמֶת מַה שֶּׁהִזִּיקָה. כֵּיצַד מְשַׁלֶּמֶת מַה שֶּׁהִזִּיקָה, שָׁמִין בֵּית סְאָה בְּאוֹתָה שָׂדֶה, כַּמָּה הָיְתָה יָפָה וְכַמָּה הִיא יָפָה. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אָכְלָה פֵּרוֹת גְּמוּרִים מְשַׁלֶּמֶת פֵּרוֹת גְּמוּרִים. אִם סְאָה סְאָה, אִם סָאתַיִם סָאתָיִם:
2 Hat man es in die Sonne gesetzt oder einem Taubstummen, Irrsinnigen oder Unmündigen übergeben und es kommt heraus und schadet, so ist man schuldig. Hat man es einem Hirten übergeben, so tritt der Hirte an seine Stelle. Ist das Vieh in einen Garten gefallen und hat dort einen Nutzen gehabt, so bezahlt man diesen Nutzen. Ist es aber wie gewöhnlich hinuntergegangen und hat beschädigt, so bezahlt man, was es geschadet hat. Wie bezahlt man was es geschadet hat? Man schätzt ein Stück von einer Sea-Aussaat in diesem Felde, wie viel es wert war und wie viel es jetzt wert ist. R. Simon sagt: hat es reife Früchte gefressen, so bezahlt man reife Früchte, wenn (es) ein Sea (gefressen, so zahlt man) ein Sea, wenn zwei, zwei.
ג הַמַּגְדִּישׁ בְּתוֹךְ שָׂדֶה שֶׁל חֲבֵרוֹ שֶׁלֹּא בִרְשׁוּת, וַאֲכָלָתַן בְּהֶמְתּוֹ שֶׁל בַּעַל הַשָּׂדֶה, פָּטוּר. וְאִם הֻזְּקָה בָהֶן, בַּעַל הַגָּדִישׁ חַיָּב. וְאִם הִגְדִּישׁ בִּרְשׁוּת, בַּעַל הַשָּׂדֶה חַיָּב:
3 Wenn Jemand in das Feld seines Nächsten ohne Erlaubnis Garben legt und sie das Vieh des Feldbesitzers frisst, so ist dieser frei, und wenn es sich an denselben beschädigt, so ist der Garbenbesitzer schuldig; hat er aber die Garben mit Erlaubnis hingelegt, so ist der Feldbesitzer schuldig.
ד הַשּׁוֹלֵחַ אֶת הַבְּעֵרָה בְּיַד חֵרֵשׁ, שׁוֹטֶה וְקָטָן, פָּטוּר בְּדִינֵי אָדָם וְחַיָּב בְּדִינֵי שָׁמָיִם. שָׁלַח בְּיַד פִּקֵּחַ, הַפִּקֵּחַ חַיָּב. אֶחָד הֵבִיא אֶת הָאוּר, וְאֶחָד הֵבִיא אֶת הָעֵצִים, הַמֵּבִיא אֶת הָעֵצִים חַיָּב. אֶחָד הֵבִיא אֶת הָעֵצִים, וְאֶחָד הֵבִיא אֶת הָאוּר, הַמֵּבִיא אֶת הָאוּר חַיָּב. בָּא אַחֵר וְלִבָּה, הַמְּלַבֶּה חַיָּב. לִבְּתָה הָרוּחַ, כֻּלָּן פְּטוּרִין. הַשּׁוֹלֵחַ אֶת הַבְּעֵרָה וְאָכְלָה עֵצִים, אוֹ אֲבָנִים, אוֹ עָפָר, חַיָּב, שֶׁנֶּאֱמַר (שמות כב) כִּי תֵצֵא אֵשׁ וּמָצְאָה קוֹצִים וְנֶאֱכַל גָּדִישׁ אוֹ הַקָּמָה אוֹ הַשָּׂדֶה, שַׁלֵּם יְשַׁלֵּם הַמַּבְעִיר אֶת הַבְּעֵרָה. עָבְרָה גָּדֵר שֶׁהוּא גָּבוֹהַּ אַרְבַּע אַמּוֹת, אוֹ דֶּרֶךְ הָרַבִּים, אוֹ נָהָר, פָּטוּר. הַמַּדְלִיק בְּתוֹךְ שֶׁלּוֹ, עַד כַּמָּה תַעֲבֹר הַדְּלֵקָה. רַבִּי אֶלְעָזָר בֶּן עֲזַרְיָה אוֹמֵר, רוֹאִין אוֹתוֹ כְּאִלוּ הוּא בְאֶמְצַע בֵּית כּוֹר. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמּוֹת, כְּדֶרֶךְ רְשׁוּת הָרַבִּים. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, חֲמִשִּׁים אַמָּה. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, שַׁלֵּם יְשַׁלֵּם הַמַּבְעִיר אֶת הַבְּעֵרָה (שמות כב), הַכֹּל לְפִי הַדְּלֵקָה:
4 Wer durch einen Taubstummen, Irrsinnigen oder Unmündigen einen Brand erregt, der ist frei vor dem menschlichen Gerichte, aber schuldig vor dem himmlischen Gerichte. Erregt man einen Brand durch einen verständigen Menschen, so ist der letztere schuldig. Wenn zuerst Einer das Feuer, sodann ein Anderer das Holz bringt, so ist der Holzbringer schuldig; bringt zuerst Einer das Holz und dann ein Anderer das Feuer, so ist der Feuerbringer schuldig. Kommt ein Anderer und bläst es an, so ist dieser schuldig; hat es der Wind angeblasen, so sind Alle frei. Erregt Jemand einen Brand und er verzehrt Holz oder Stein oder Erde, so ist er schuldig, denn es heisst (Exod. 22, 5): Wenn Feuer auskommt und Dornen ergreift, und es wird verzehrt ein Garbenhaufen, oder die Saat, oder das Feld, so muss bezahlen, der den Brand angestiftet. Geht das Feuer über eine Mauer, die vier Ellen hoch ist, oder über eine öffentliche Strasse, oder über einen Strom, so ist man frei. Wenn Jemand in seinem Gebiete Feuer anzündet, wie weit kann das Feuer weiter schreiten? R. Eleasar, Sohn Asaria’s sagt: Man betrachtet es, als befände es sich mitten in einem Felde von einer Kor-Aussaat. R. Elieser sagt: 16 Ellen, wie die öffentliche Strasse. R. Akiba sagt: 50 Ellen. R. Simon sagt: Es heisst „bezahlen soll, der den Brand angestiftet“; es kommt daher bei Allem auf die Beschaffenheit des Feuers an.
ה הַמַּדְלִיק אֶת הַגָּדִישׁ, וְהָיוּ בּוֹ כֵלִים וְדָלָקוּ. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, יְשַׁלֵּם מַה שֶּׁבְּתוֹכוֹ. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵינוֹ מְשַׁלֵּם אֶלָּא גָּדִישׁ שֶׁל חִטִּין אוֹ שֶׁל שְׂעֹרִים. הָיָה גְדִי כָפוּת לוֹ וְעֶבֶד סָמוּךְ לוֹ וְנִשְׂרַף עִמּוֹ, חַיָּב. עֶבֶד כָּפוּת לוֹ וּגְדִי סָמוּךְ לוֹ וְנִשְׂרַף עִמּוֹ, פָּטוּר. וּמוֹדִים חֲכָמִים לְרַבִּי יְהוּדָה בְּמַדְלִיק אֶת הַבִּירָה, שֶׁהוּא מְשַׁלֵּם כָּל מַה שֶּׁבְּתוֹכוֹ, שֶׁכֵּן דֶּרֶךְ בְּנֵי אָדָם לְהַנִּיחַ בַּבָּתִּים:
5 Wenn Jemand einen Garbenhaufen anzündet und darin Geräte sind, welche mitverbrennen, so muss er, wie R. Jehuda sagt, Alles, was darin ist, mitbezahlen. Die Weisen aber sagen: Er bezahlt nur einen Garbenhaufen von Weizen oder von Gerste. War ein Böcklein daran gebunden und ein Sklave daneben stehend und sie verbrannten mit, so ist man schuldig; war aber der Sklave angebunden oder war das Böcklein daneben stehend und sie verbrannten mit, so ist man (in beiden Fällen) frei. Die Weisen stimmen aber dem R. Jehuda zu, dass derjenige, der einen Palast anzündet, Alles, was darin ist, mitbezahlen muss, weil es so die Weise der Menschen ist, in den Häusern (ihre Habe) niederzulegen.
ו גֵּץ שֶׁיָּצָא מִתַּחַת הַפַּטִּישׁ וְהִזִּיק, חַיָּב. גָּמָל שֶׁהָיָה טָעוּן פִּשְׁתָּן וְעָבַר בִּרְשׁוּת הָרַבִּים, וְנִכְנַס פִּשְׁתָּנוֹ לְתוֹךְ הַחֲנוּת, וְדָלְקוּ בְּנֵרוֹ שֶׁל חֶנְוָנִי וְהִדְלִיק אֶת הַבִּירָה, בַּעַל הַגָּמָל חַיָּב. הִנִּיחַ חֶנְוָנִי נֵרוֹ מִבַּחוּץ, הַחֶנְוָנִי חַיָּב. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, בְּנֵר חֲנֻכָּה פָּטוּר:
6 Wenn ein Funke unter dem Hammer hervorkommt und schadet, so ist man schuldig. Wenn ein Kamel mit Flachs beladen durch eine öffentliche Strasse zieht und der Flachs in einen Laden eindringt, vom Lichte des Krämers angezündet wird und einen Palast anzündet, so ist der Herr des Kamels schuldig. Hatte der Krämer aber sein Licht hinausgestellt, so ist der Krämer schuldig. R. Jehuda sagt: Falls es ein Chanukka-Licht war, ist er frei.